Babytragen zeigt sich größter Beliebtheit3 Tragesysteme im Test

Die vergangenen Wochen gaben mir die Möglichkeit, zwei Tragen und ein Tragetuch von Hoppediz auf Herz und Nieren zu testen. Meine Jungs und meine Tragepuppe Schlomo konnten die Produkte intensiv probieren.

Facts zum Tragen

Dein Baby sucht deine Nähe und du erkennst, dass selbst das Zubereiten eines Tees mit einer Hand recht aufwendig ist? Eine Trage oder Tragehilfe schafft dir wieder beide Hände frei. So ganz nebenbei stärkt es noch eure Bindung und dein Baby kann deinen Mama-Geruch wunderbar wahrnehmen.

Richtiges und angenehmes Tragen für dich und dein Baby

Wenn du ein paar Dinge berücksichtigst, kannst du beim Tragen eigentlich nicht viel falsch machen. Bereits die Tatsache, dass du dein Kind bei dir hast und ihm Wärme und Zuneigung schenkst, ist für euch beide ein großer Gewinn. Lass dich also nicht verunsichern. Hier noch ein paar Tipps, Tricks und Facts zum Tragen.

Wichtig ist, dein Kind in die Anhock-Spreizhaltung zu bringen. Was ist das? Diese Haltung ergibt das typische „M“ von Po und Knien. Die Knie deines Kindes sind auf Bauchnabelhöhe. Der Rundrücken ergibt sich damit automatisch. Will das mit dem Rundrücken nicht so recht klappen, kannst du dir helfen, indem du mit beiden Händen zum Popo deines Kindes greifst (in die Trage oder das Tuch von der Seite hineingreifen) und sein Becken zu dir kippst – ganz sachte und achtsam bitte!

Um deinen eigenen Körper zu schonen und vor Verspannungen zu schützen, achte auf das körpernahe Tragen deines Kindes. Dein Kind soll dabei so hoch sitzen, dass du ihm noch einen Kuss auf den Kopf geben kannst – Kopf-Kuss-Höhe.

Achte auf die Kleidung von dir und deinem Kind, angepasst an die jeweilige Jahreszeit. Vergiss nicht: Kopf und Füße deines Kindes kühlen schnell aus und auch auf Sonnenschutz solltest du nicht vergessen.

Nun schauen wir uns die drei Hoppediz Trageutensilien an, die ich auch beim mamaFIT Training mit Iris Floimayr-Dichtl getestet habe.

Tragetuch – San Francisco von Hoppediz

Im Test war ein Jacquard Tuch – San Francisco, Regenbogenfarben mit Sternen. Ich persönlich finde so bunte, knallige Tücher einen super Eyecatcher. Gebunden habe ich meine Tragepuppe Schlomo am Rücken, und zwar im einfachen Rucksack. Der angenehm, leicht fallende Stoff hat das Binden wirklich simpel gemacht. Nun müsst ihr wissen, Schlomo ist mit 3.300 Gramm so schwer wie ein Durchschnittsneugeborenes. Der zweite Tester war mein älterer Sohn, den ich mit seinen 14 Kilo ebenso im einfachen Rucksack am Rücken getragen habe. Auch hier war der Komfort an den Schultern sehr angenehm.Als kleiner Tipp: „Je älter die Kinder werden, desto mehrlagiger kannst du als zusätzliche Unterstützung binden.“

Um das Binden für dich leichter zu gestalten, hat auch dieses Tragetuch eine Markierung in der Mitte. Am Ende des Tuches gibt es sogar eine Tasche, um Schlüssel & Co darin zu parken.

Für mich ein Tuch, das dich und dein Baby farbenfroh und komfortabel in eurer Tragezeit begleitet. Wie lange kannst du dein Kind im Tuch tragen? So lange es dir und deinem Kind Spaß macht.

BONDOLINO – Popeline von Hoppediz

„Diese Trage gibt ein stabiles Gefühl um den Bauch herum, fühlt sich trotzdem cosy an und hat tolle praktische Features, wie das kleine Täschchen an der Vorderseite für Schlüssel, U-bahnticket, Geldscheine.

„Kind in die Trage und ab zum Training, ist mit Popeline leicht gemacht. Genau das brauchen meine Mamas.“ Fazit von Iris Floimayr-Dichtl

Als Trageberaterin steht für mich der Komfort für Mama und Kind absolut im Vordergrund. Natürlich sind die Hardfacts beim Tragen dabei nicht zu vernachlässigen. Sie ist zum Bauch- und Rückentragen super geeignet. Der weiche Popelinestoff schmiegt sich an dich und dein Kind und lässt es zu, eine gute Stabilität zu bieten.

Die Popeline ist von Geburt an verwendbar, so brauchst du keinen separaten Neugeborenen Einsatz – sie wächst einfach mit. Man hat fast das Gefühl ein Tragetuch gebunden zu haben, weil es sich so individuell an den Tragenden anpassen lässt. Um den Bauch herum hast du keine Schnallen oder andere Verschlüsse. Der Bauchgurt lässt sich easy mit einem Klettverschluss an deine Größe anpassen. Zwei Träger werden an deinem Rücken über Kreuz getragen und an deinem Bauch oder Rücken verknotet. Wie du siehst, sehr flexibel und passend für jede Körpergröße. Gerade Papas lieben diese Einfachheit.

„Mein Kind und ich lieben die Popeline. Es geht schnell und meine Frau und ich können ohne große Voreinstellung untereinander switchen.“ Manfred, ein mamaFIT – Papa in Papakarenz.

HOP-TYE Conversion von Hoppediz

Last but not least, der HOP-TYE Conversion. Gänzlich aus Tragetuchstoff, hat man bei ihr das Gefühl ein Tragetuch zu binden. Die Kombination aus Tragetuch und Tragehilfe, die dem Tragetuch am Ähnlichsten ist. Du kannst sie von Anfang an bis zu einem Alter von ca. 2,5 Jahren verwenden. So du Lust dazu hast!

Auch hier gibt dir der Hüftgurt ein weiches Gefühl, da er gepolstert ist. Die Seitenteile des Rückenteils können gerafft werden, was eine optimale Position deines Kindes zulässt. Außerdem kannst du das Rückenteil verkürzen, damit dein Baby von Anfang an immer richtig in der Trage sitzt.

Farbenfroh, ideal für den Sommer, universell“, Marlies, die Gewinnerin des HOP-TYE Conversion, Farbe Brest.

Durch die aufgefächerten Schultern bietet dir die HOP-TYE eine angenehme Gewichtsverteilung über den Rücken- und Schulterbereich. Die gepolsterte Bauchschürze nimmt dir einen allfälligen leichten Druck des -Knotens oder Bindens ab.

Mein Fazit: Alle drei Trageteile – Tuch, Trage und Conversion – haben ihre ganz eigenen Vorteile. Für alle drei gilt, gut und fest an den Körper binden – vor allem beim Sport. Da durch die Bewegung, die Bindung locker werden kann oder ein falsches Binden schneller spürbar ist. Der Sport soll dir ja positiv in Erinnerung bleiben, daher achte hier besonders darauf.

Alle drei Varianten sind super für den Sport geeignet. Richte dich an die folgenden Tipps: Kind auf Bauchnabelhöhe ansetzen, gut und fest binden, und es gilt kein „Laufen“ mit Kind in Tuch oder Trage.

Bist du dir nicht sicher? Dann suche dir eine Trageberaterin in deiner Nähe. Denn nicht optimales Tragen kann schnell das Gegenteil bewirken und so verlierst du vielleicht die Freude daran, was gar nicht sein muss.

Autorin: Mag. (FH) Petra Etzelstorfer